Reisen zu den Tieren der Kraft

Reise zu den Chakratieren Wölfin, Adler & Co.:

Meine aller ersten Erfahrungen mit den Tierreisen habe ich in einem Wochenend-Workshop gemacht, daher der strukturierte Aufbau. Um die verschiedenen Chakratiere kennen zu lernen, wurden wir von einem Chakra zum nächsten geführt... Währendessen hatte ich in ein paar Chakren sehr lebendige Bilder, in den anderen genügte vorerst die Begegnung...

Angefangen hat es im 4. Chakra (Herz). Dort tauchte ein Kaninchen auf, das auf den Arm genommen und beschützt werden wollte. Dann schmiegte es sich an mich, und gab mir damit ein sehr schönes Gefühl. Es sagte: „Du brauchst keine Geborgenheit mehr im Außen zu suchen, sie ist mit mir in Dir!“

Krafttier LöwinIm 3. Chakra (Solarplexus) war eine junge, aber etwas genervte Löwin, die mich bat, mich (zumindest in nächster Zeit) von ihr führen zu lassen, andernfalls würden wir zwei ständig in schwierige Situationen geraten...

Im 2. Chakra (Bauch) erschien ein Zebra, das mich dazu bewegen wollte, eine Position zu beziehen, mich für schwarz oder weiß zu entscheiden.

Im 1. Chakra (Wurzel) sah ich erst mal gar nichts, es war wie in einem stockfinsteren Wald. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass etwas da sei. Darum sagte ich: „Ich spüre doch, dass Du da bist. Wer bist Du?“, und es antwortete „Ein Wolf!“ – „Magst Du Dich nicht zeigen?“ – „Nein!“ – „Warum nicht?“ – „Ich weiß nicht. Ich will nicht.“ – „Brauchst Du was von mir?“ – „Nein. Ich weiß nicht.“ Er blieb auf Distanz und erlaubte auch mir nicht näher zu kommen, allerdings zeigte sich, dass er sehr unsicher war: Er sei eh so unscheinbar und nur grau und das Zebra (im 2. Chakra) habe sich doch eben erst für „Farbe bekennen“ bzw. „schwarz/weiß“ ausgesprochen... Er zeigte sich nicht, aber ich spürte eine starke Bindung, denn sobald ich ein paar Schritte im Wald ging, folgte er mir in einem gewissen Abstand hinter den Bäumen. Er konnte die Nähe einfach (noch) nicht zulassen. Ich sagte ihm, dass es in Ordnung sei, wenn er auf Distanz bleiben wolle, denn wir würden uns noch öfter begegnen und hätten viel Zeit...

Krafttier DelfinIm 5. Chakra (Hals) begegnete mir ein Delfin, der sofort mit mir schwimmen wollte und als ich ihm sagte, wie schön ich das fände, dass er eines meiner Tiere sei, da es schon lange mein Traum sei einmal mit Delfinen zu schwimmen, antwortete er: „Was tun wir denn jetzt gerade? Du brauchst nicht nach Neuseeland zu fahren, um das zu erleben!“

„Aber die Delfine in Neuseeland sind echt!“ – „Das tut nichts zur Sache. Da ist kein Unterschied... Wenn Du in Neuseeland mit Delfinen schwimmst, dann ist das ein Augenblick, der nach Deiner Reise wieder vorbei ist. Aber mit mir kannst Du immer schwimmen. Ich bin immer in Dir!“ Was er dafür wollte, war Freiraum und Luft. Ich versprach ihm für Freiraum zu sorgen, aber er bestand auf: „nicht ein bisschen Freiraum, allen Freiraum der Welt!“ Ich entgegnete ihm, dass das unrealistisch sei, unbegrenzten Freiraum gäbe es im Leben nicht... Darauf er: „Schau Dir diese Bucht an, das Ufer ist eine Grenze und doch ist die Bucht zum Meer hin offen und ich kann hinausschwimmen, wenn ich will...“

Wie ich mein 6. Chakra (Stirn) betrachtete, sah ich einen Adler, der seine Schwingen über meine Stirn ausgebreitet hatte und war begeistert: Wow, ein Adler, so was Tolles! Der Adler gab mir zu verstehen, dass er nichts von mir bräuchte bzw.: Was könnte ich ihm schon geben? Ich sei zur Zeit eh zu schwach, vielleicht später mal... Jetzt würde er mir erst mal helfen, meine Energie zu bündeln, den Überblick zu bewahren und klar zu sehen. Er vermittelte soviel Kraft, dass ich meine ganze Hoffnung in ihn setzte in Bezug auf Stressbewältigung und die Panikattacken, die ich damals hatte. Außerdem sagte er noch: „Auch ich halte es in einem engen Adlerhorst aus. Deine Wohnsituation ist nicht ursächlich für Deine Enge. Freiheit ist auch eine Frage des Bewusstseins. Du musst nicht unbedingt umziehen. Ziehe einfach Deine Kreise...“

Im 7. Chakra (Scheitel) stand eine Buche: „Ich zeige Dir, dass Du - wie ich - über Dich hinaus wachsen kannst, mit Hoffnung (wie mein grünes Laub), Zielstrebigkeit (zum Himmel) und Stärke (wie mein dicker Stamm).“

Das Wesen im 7. Chakra ist sozusagen die oberste Instanz, daher lohnt es sich dort nachzufragen, ob eines der Tiere eventuell noch Zuwendung braucht, oder ob es ein guter Zeitpunkt wäre ein Konzil (also eine Versammlung aller Tiere) einzuberufen und wie das dann angeleiert werden könnte... Die Buche riet mir, noch mal den Wolf aufzusuchen und sagte mir dabei auch Unterstützung zu...

Krafttier Wolf Als wir im Wald ankamen, versteckte sich der Wolf gleich hinter der Buche und lugte nur zwischendurch mal hervor. Die Buche sagte, weiter könne sie nicht helfen und verschwand wieder. Dadurch stand der Wolf dann plötzlich im Freien. Er war ganz blass, durchscheinend, ohne klare Konturen. Ich sagte zu ihm: „Du bist ja ganz blass!“ – „Deswegen habe ich mich ja auch versteckt. Ich schäm’ mich so!“ – „Was brauchst Du von mir?“ – „Dass Du mich so akzeptierst und liebst wie ich bin.“ – „Ja, das tue ich. Das ist kein Problem.“ Ich wollte mich etwas nähern, aber er machte sofort einen Satz zurück.

Dann setzte ich mich etwas entfernt an ein Lagerfeuer. Der Wolf kam mit und legte sich etwa 3 Meter weiter hin und begann sich abzuschlecken. Indem er sich selber diese Zuwendung gab, wurden seine Farbe und seine Konturen kräftiger. Ich wollte ihn streicheln, aber er schreckte zurück und sagte: „Ich spüre auch so, wenn Du mich liebst. Dazu brauche ich Deine Berührung nicht. Du kennst es doch von Dir selber, dass Du manchmal nicht angelangt werden willst, selbst von jemandem, der Dich liebt...“ Erst da sah ich ein, um was es ihm ging und wandte mich wieder dem Lagerfeuer zu. Sobald er spürte, dass ich seinen Wunsch respektierte, schmiegte er sich an mich und bohrte sogar seinen Kopf durch meine Armbeuge auf meinen Schoß. Von da an wich mir der Wolf nicht mehr von der Seite, selbst am Abend nach dem Seminar spürte ich den Wolf neben mir laufen... und dabei erkannte ich, dass es eine Wölfin war... :-)

Am nächsten Workshop-Tag ging es darum, die Tiere zu einem Konzil zusammen zu rufen: Sie kamen alle und bildeten mit mir einen Kreis bis auf das Zebra, das weit abseits stand, den Adler, der in den höchsten Höhen seine Kreise zog und die Wölfin, die hinter mir lag. Ich fragte das Zebra, wieso es soweit abseits stände. Es antwortete, es fühle sich als Außenseiter, da ich seine Bedeutung noch nicht genug erkannt habe... Es ließ sich erst nach einem intensiven Gespräch bewegen, zum Kreis beizutragen. Der Adler entgegnete auf meine Frage, ob er nicht herunter kommen wolle, dort oben habe er den besten Überblick und außerdem könne er seine Ratschläge auch von da aus erteilen. Das erschien mir einleuchtend.

Die Wölfin wollte nur hinter mir liegen bleiben, sie wisse ja auch nicht, was von den anderen Tieren ausginge... Ich versicherte ihr, dass sie von den anderen nichts zu befürchten habe und schlug ihr vor, sich probehalber neben mich zu setzen und die anderen Tiere zu begutachten. Das tat sie und sagte mir dann, sie fühle sich mit den anderen Tieren im Einklang, nur von dem Adler in der Luft ginge eine so negative Energie aus... Er sei so überheblich. Aus dem Kreis kam die Stimme, der Adler solle abgeschossen werden... Ich war erschüttert, zumal mir der Adler am Tag vorher so imposant erschienen war und scheinbar das einzige Tier war, das mir momentan effektiv helfen konnte... Ich fragte in die Runde, ob es nicht auch eine andere Lösung geben könnte. Nachdem niemand einen Vorschlag zu machen hatte, meldete sich die Wölfin, sie wolle mit dem Adler sprechen. Ich war begeistert, dass gerade sie die Initiative ergriff, wo sie doch sonst so zurückhaltend war und sich nichts zutraute.

Krafttier AdlerSie fragte den Adler, warum er so überheblich sei. Erst wich er aus, dann sagte er, dass dies seine Art sei zu überleben, so weit weg von den Anderen, über allem schwebend. Er bräuchte diesen Schutz, denn auf der Erde müsste er sich vor Angriffen fürchten. Die Wölfin entgegnete, dass auf diese Weise auch keine Gefühle an ihn rankommen würden. Dabei fiel mir auf, dass der Adler wirklich nur als perfekte Energiemaschine aufgetreten war und ihn dieses Verhalten fast das Leben gekostet hätte...

Er erwiderte, dass sein Tod keine Lösung gewesen wäre. Es wäre zwar in diesem Fall keine negative Energie mehr von ihm ausgegangen, dafür wäre aber ein Loch zurückgeblieben; eine „Transformation“ wäre in jedem Fall der bessere Weg! Dann zog er seine Kreise schon tiefer und schließlich setzte er sich auf einen nahestehenden Baum, denn „so weit herablassen, auf dem Boden neben den anderen Tieren zu sitzen“ könne er sich nun doch (noch) nicht... So war es auch für die anderen Tiere erst mal o.k.

Bei der nächsten Reise ging es darum einen „Heilkreis“ zu bilden, sprich: ein bedürftiges Tier oder auch man selber bekommt im Kreis von den Anderen Herzenergie.

Als erstes stand die Buche im Kreis, dann ich selber, dann die Wölfin und als letztes wäre noch der Adler an der Reihe gewesen, aber der wollte nicht. Und sowieso, er brauche das auch nicht! Die Wölfin sagte zu ihm, ihr habe das auch gut getan, ob er es nicht auch einfach mal ausprobieren wolle. Nach einer Weile flog er dann doch auf einen dicken Ast, der in der Mitte des Kreises steckte. Die Tiere wollten ihm gerade die Heilenergie aus ihren Herzen schicken, als ich bemerkte, dass er selber völlig zu war, also diese Energie nur abgeprallt und vergeudet worden wäre. Ich bat ihn, sich zu öffnen, was er dann auch tat. Wir schickten ihm Licht, und während ich im Kreis umherblickte, merkte ich, dass schon die Hälfte dieser Energie für ihn zuviel sein würde...

Als keine Energie mehr geschickt wurde, saß er noch einen Moment regungslos da und fiel dann plötzlich wie ein Stein „vom Stangerl“. Diese Energie hatte ihn mehr erschüttert, als er verkraften konnte... Ich war bestürzt, denn wie konnte heilende Energie eine so fatale Wirkung haben und andererseits war ich ratlos, was nun zu tun sei. Doch im nächsten Augenblick rappelte er sich wieder auf, flatterte auf den Ast und tat, als ob nichts geschehen wäre (nach dem Motto: „Das kann MIR doch nichts anhaben! Pahhh!“). Wir schickten ihm noch mal Energie, wonach er kurzzeitig wieder regungslos dasaß, um dann aber auf einen nahestehenden Baum zu fliegen. Da erkannte ich, dass aus dem Adler ein Bussard geworden war. Ich konnte damit nichts anfangen und der Bussard fragte: „Warum nicht?“ – „Weil Du so nah zum Adler bist und ich zum Schluss soviel Negatives mit ihm verbunden habe, dass ich ihn fast gehasst habe!“ – „Ich bin ein anderes Tier. Ich bin nicht der Adler. Erkenne das!“. Ich hatte das Gefühl, dass es genug für den Moment war und die Zeit schon das ihrige tun würde, deswegen verabschiedete ich mich für erste von meinen Tieren.

Ergänzung:

Inzwischen haben meine Tiere viele Verwandlungen durchgemacht... Die Wölfin und den Delfin gibt es noch immer... Sie haben im Laufe der Zeit viel Gesellschaft bekommen... aber das sind andere Geschichten ;-) .

Isabella

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